In der Nähe der North Carolina Universität (NCU) bei Chapel Hill (USA) ist es am Dienstag (10.02.2015) zu einem grausamen Mord an drei muslimischen Studenten gekommen. Wie örtliche Medien berichten wurde ein 46-jähriger dringend Tatverdächtiger von der Polizei festgenommen. Ihm wird vorgeworfen die muslimischen Studenten in ihrer Wohnung mit gezielten Schüssen in den Kopf getötet zu haben. Der mutmaßliche Täter hat sich nach Medienberichten in der Nacht freiwillig der Polizei gestellt.

Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben verschiedener Medien um Deah Shaddy Barakat (23), Yusor Mohammad (21) und Razan Mohammad Abu-Salha. Barakat war der Ehemann von Mohammad, Abu Salha die Schwester der Braut. Das Paar hatte erst vor Kurzem geheiratet, wie auch geteilte Bilder auf sozialen Netzwerken zeigen. Die Opfer waren allesamt Studenten der NCU oder wollten demnächst ihr Studium aufnehmen. Barakat hat zudem an einem Fundraising-Projekt gearbeitet, um eine zahnärztliche Versorgung syrischer Flüchtlinge in der Türkei zu finanzieren.

Medien ignorierten den Fall

Innerhalb der muslimischen Community erregt der Mord die Gemüter. Muslime behaupten unter den weltweit trending Hashtags #chapellhillshooting und #MuslimLivesMatter – mit Hinweis auf Kommentare des Täters auf sozialen Netzwerken – , dass es sich um einen terroristischen Akt eines Atheisten gegen Muslime gehandelt habe. Tatsächlich zeigt ein Eintrag auf Facebook, dass der mutmaßliche Täter quasi eine Art Drohung gegenüber Muslimen ausgesprochen hat.

Scharf kritisiert wird auch das lange Schweigen der Medien zum Mord an den muslimischen Studenten. Viele User und auch namhafte muslimische Vertreter werfen den Medien vor, die Tat ignoriert zu haben, weil die Opfer Muslime gewesen seien. Dies sei den Medien keine Eilmeldung oder eine Platzierung auf Seite 1 in den Tageszeitungen Wert, behaupten viele. Dies habe mit einer weit verbreiteten Islamfeindlichkeit in der Medienwelt zu tun. Die Frauen trugen, wie man auf Bildern in sozialen Netzwerken sehen kann, den muslimischen Hidschab (Kopftuch), was sie eindeutig als Muslime identifiziert.


Fall erinnert an Mord an Muslima in Dresden

Der Mord an den Muslimen in Chapel Hill erinnert zwangsläufig an den Mord an Marwa El-Sherbini im Jahr 2009 in Dresden. Damals hatte ein Täter aus Islamfeindlichkeit heraus die Muslimin mit 18 Messerstichen im Landgericht getötet. Der Ehemann von Sherbini wurde von einem Polizisten angeschossen. Der Fall wurde von den Medien tagelang ignoriert, bis Blogger auf den Mord aufmerksam machten. Auch in Chapel Hill ist eine Ignoranz der Medien nicht von der Hand zu weisen.

Eine Reihe an maskierten Männern griffen im Frankfurt mehrere arabische und türkische Geschäfte an und zerstörten dabei die Schaufenster. 

Nachdem rund 40 maskierte Männer  Molotow-Cocktails auf Polizisten im Frankfurter Bahnhof warfen, sollen sie weiter in Richtung Münchener Straße gezogen sein. Dort wurden weitere arabische und türkische Geschäfte angegriffen und mit Molotow-Cocktails beworfen. Die Polizei wurde sichtlich überrascht, es soll aber schnell alles unter Kontrolle gewesen sein.

Dies berichtete Al-Jazeera gestern um 23 Uhr per Eilnachricht. In den deutschen Medien ist bis jetzt noch nichts darüber zu finden.

Das Video dazu:





Update 14.01.2015

Frankfurter Neue Presse berichtete heute darüber. Es handelte sich offenbar um Fußball-Krawalle. Al-Jazeera war wohl anscheinend doch falsch informiert. Aber immerhin habe ich es in die Zeitung geschafft ^_^

=> http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Fussball-Krawalle-im-Frankfurter-Bahnhofsviertel;art675,1214499


صحيفة المانية تحرض علانيةً وبشكل مباشر ضد 
المسلمين وتقول الإرهاب مرتبط ارتباطاً مباشراً بالدين الإسلامي


Geistige Brandstiftung oder freie Meinungsäußerung? 


Jetzt ist es schon soweit gekommen, dass der Weihnachtsbaum einen Halbmond auf seiner Spitze hat. Die Islamisierung Deutschlands scheint wohl doch nicht in weiter Ferne zu sein!



Aber Spaß bei Seite. Das Bild stammt aus der konservativ geltende Stadt Hama in Syrien. Der Baum war im Jahr 2008 mit ca. 40 Meter Länge, der höchste Weihnachtsbaum im Nahen Osten.


Assalamu alaikum liebe Geschwister und Hallo,


"Morgen wird ALDI und LIDL von seinem Gewinn die hälfte nach Israel schicken... Deswegen bitte nicht bei ALDI einkaufen... Bitte tut es Weiterleiten für die unschuldigen Kinder und Menschen in Palästina"

ich muss schon eins sagen, ich bin ehrlich stolz darauf, dass wir (damit ich meine ich die Gesellschaft, die Menschen, die Kommunikationsmittel benutzen) es schaffen binnen 1-2 Tagen eine Nachricht an Tausende von Menschen zu schicken und sie dazu antreiben, etwas zu tun. Ehrlich, ich finde das klasse, dass man auf dem simplen Weg der Sms, Whatsapp und Facebook sooooo viele Menschen erreicht, und Emails natürlich auch! Aber ich muss dennoch etwas loswerden und euch dazu anregen ein klein wenig nachzudenken...

Die oben aufgeführte Nachricht habe ich allein heute 10 mal selbst erhalten, meine Schwester auch, meine Facebook-Freunde auch und ich denke meine Nachbarinnen und Freunde werden es heute nicht anders erlebt haben. Hut ab!

Aber....was lernen wir aus unserer wunderschönen, absolut logischen und gerechten Religion? Der Islam lehrt uns, etwas nicht zu sagen ohne Beweis. Im Prinzip kann man das doch auf alles im Leben umsetzen, oder? Würde man damit nicht besser fahren, statt alles was man irgendwo zugeschickt erhält oder irgendwo hört einfach bedenkenlos weiter erzählt? Klar, ist das besser! Denn mit fundierten Beweisen, fährt man immer gut! Kein Gericht dieser Welt verurteilt jemanden, nur weil irgendwer irgendwo mal was gelesen oder gehört hat...

1. Aber unabhängig mal davon...Aldi und Lidl gehören zu den stärksten Discountern auf dem Markt. Beide liefern sich regelmäßig ein Kopf an Kopf rennen was den ersten Platz betrifft. Es sind Erzkonkurrenten! Daher frage ich mich und euch, kann es wirklich sein, das Aldi und Lidl sich plötzlich verbinden und gemeinsam beschließen deren Umsätze an Israel oder an sonst wen zu spenden? Oder war das vielleicht Zufall (was es ja nicht gibt), dass beide dasselbe beschließen und dann am selben Tag? Ehrlich gesagt glaube ich das kaum! Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es, dass Konkurrenten nur eins gemeinsam haben: Der erste und beste sein zu wollen und den Konkurrenten los zu werden. Wenn man sich mit dem Konkurrenten beschäftigt, dann nur um herauszufinden, was der gerade besser oder schlechter macht!

Aldi und Lidl machen meiner Ansicht nach keinen gemeinsamen Plan irgendwem was zu spenden. Das wär ja mal neu!

2. Den Umsatz den Aldi und Lidl "zusammen" erwirtschaften ist in Tausend nicht mehr zu zählen! Es sind Millionen! Ob der Top Discounter bereit ist seine Millionen einfach mal so abzugeben? Zweifelhaft! Lieber investiert er in sich selbst oder in seine Mitarbeiter oder baut eine neue Filiale, um noch mehr Geld zu verdienen...

3. Wer sind denn die stärksten Einkäufer bei Aldi und Lidl? Genau, es sind mehr muslimische Ausländer. Was wäre wohl, wenn Aldi und Lidl an Israel spendet und das rauskommt? Und es kommt raus, mindesten von einem internen muslimischen Mitarbeiter, der das nicht ertragen kann. Aber vielmehr kommts raus, weil Unternehmen gerne an die Öffentlichkeit gehen, wenn sie spenden, denn das fördert deren Image! Aber was wäre wohl, wenn sie versuchen würden ihr Image durch Spenden an Israel aufzupolieren? Das würde wohl eher nach hinten los gehen und das nicht nur bei den Muslimen!

4. Es herrscht Krieg in Gaza. Das weiß jeder, auch wenn es in den deutschen Medien nicht so aufgebauscht wird. Dennoch macht es die Runde, dass Israel dort Frauen und Kinder und viele viele unschuldige Menschen auf dem Gewissen hat. Wäre es da nicht ein Eigentor als Privatunternehmer mal eben eine Kriegsseite zu unterstützen? Natürlich kann man sagen, ja klar, die würden das niemals zugeben, dass die spenden, aber dann wär dennoch nicht logisch, dass beide es gleichzeitig beschließen und außerdem wäre dann Punkt Nr.5 ein Problem.

5. Albrecht und Dieter waren trotz der hart verbreiteten Aussage keine Juden, sondern Katholiken (Wikipedia) und selbst wenn es so wäre, leiten sie doch nicht jede einzelne Filiale auf dieser Welt. Schon gar nicht gemeinsam, denn schließlich gibt es Aldi Süd und Aldi Nord, jedes gehört einem Bruder unabhängig vom anderen. Ich glaube kaum, dass sie es schaffen werden jede Filiale dazu zu zwingen ihre Umsätze abzugeben, denn jeder Geschäftsführer bei Aldi trägt zum Teil das Risiko für sein unternehmerisches Handeln. So einfach ist das nicht....

6. Es wäre schöner gewesen, wenn eine sms oder Nachricht so sehr an Beliebtheit gewinnen würde, wenn darin stünde, "Spendet alle am Samstag mindestens 1€ an Palästina". Das hätte keine Skepsis hervorgerufen und wäre im schlimmsten Fall keine sms, die Unwahrheiten spricht. Ich habe im Internet gesucht und nichts gefunden was dies bestätigt. 

7. Im Jahr 2009 wurde bereits die gleiche Nachricht verbreitet. Aldi und Lidl dementierten auf ihren Seiten, diese Behauptungen. Hier zu lesen: http://www.discounto.de/Blog/219/allgemein/spende-von-lidl-und-aldi-fur-israel/

Versteht mich nicht falsch, ich bin weder für Aldi noch für Lild und schon gar nicht für Israel! Ich bin nur für die Wahrheit! Die Absicht, die dahinter steckt ist ja nett und sicherlich auch wirksam, wenn man denn nur hundertprozentig wüsste, dass es auch wahr ist. Am Ende geht keiner einkaufen und dabei war das alles nur ein Fake. Es würde nicht schaden, weder mir noch sonst wen, höchste
ns Aldi und Lidl. Aber ist es das was wir erreichen wollten? Nein, wir wollen doch Palästina helfen und da gibt's mehrere Mittel, worunter vielleicht auch ein Boykott fällt, aber dann bitte richtig!

Ich kann mich nur wiederholen: Glaubt nicht alles was ihr an Nachrichten per Whatsapp, Facebook und Emails erhält, ohne es nachzuprüfen. Solche Nachrichten häuften sich in den letzten Tagen. Wo soll das noch hinführen? Warum sind wir so Muslime nur so, dass wir so schnell handeln ohne erst mal nachzudenken?

Ein „Soforthilfeprogramm des Bundes“ soll 55.000 syrischen Kindern in Deutschland eine Heimat geben. Nur die Bundesregierung weiß davon noch nichts.

BERLIN taz | Es ist ein „nationaler Appell” mit einer eindringlichen Botschaft: Zuerst taucht das Bild von Familienministerin Manuela Schwesig auf. Dann folgen die Gesichter etlicher syrischer Kinder. Sie tragen Schilder, auf denen steht: „Danke, Manuela Schwesig” und „Wir lieben Euch”. Es sind keine Fotomontagen – diese Bilder entstanden tatsächlich in Syriens umkämpfter Stadt Aleppo. Und es sieht ja auch alles so aus, als hätten diese Kinder allen Grund dazu sich zu freuen.

Denn auf der Homepage der „Kindertransporthilfe des Bundes” wird seit Montag ein historisches Hilfsprogramm verkündet. Die Seite, die in deutscher und englischer Sprache verfügbar ist, stellt ein „Soforthilfeprogramm des Bundes“ vor und bewirbt die neue Kampagne „1 aus 100“, mit der die Bundesregierung laut der Homepage einem Prozent der derzeit nach Unicef-Angaben 5,5 Millionen akut hilfsbedürftigen syrischen Kindern helfen will.



„Im Rahmen des Bundeshilfsprogramms können vorübergehend 55.000 Kinder im Alter von bis zu 17 Jahren in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, sofern ein finanzieller Förderer oder eine Pflegefamilie für sie gefunden wurde“, heißt es auf der Seite, die gespickt mit Informationen zu dem Hilfsprogramm ist und unter dem Logo des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend firmiert.

In einem Werbefilm auf der Homepage berichten freiwillige Pflegeeltern über ihr Glück, ein Kind aus dem Bürgerkrieg in Obhut genommen zu haben – und ein Holocaust-Überlebender sagt: „55.000 Kinder – das würden wir kaum spüren!“ Mit der Hilfsaktion spielt die Kampagne auf ein historisches Beispiel an, das in Deutschland gern zitiert wird: Die legendären Kindertransporte, durch die im zweiten Weltkrieg tausende jüdische Kinder ins britische Exil gebracht wurden und die so vor der Verfolgung durch deutsche Nazis geschützt werden konnten.

Doch hinter dem gigantischen Hilfsprogramm steht nicht etwa die Bundesregierung, sondern eine Menschenrechts- und Künstlergruppe um den Berliner Kunstaktivisten Philipp Ruch und dessen Zentrum für Politische Schönheit. In der Vergangenheit machte die Gruppe immer wieder mit gewagten politischen Kunstaktionen Schlagzeilen. 2012 schrieb das Zentrum ein Kopfgeld in Höhe von 25.000 Euro für Hinweise aus, die einen der Eigner des Waffenkonzerns Krauss-Maffei Wegmann hinter Gitter brächten.

Hier weiterlesen:

Also ich muss zugeben ich bin darauf reingefallen. Hatte gedacht das wäre echt. Bin jetzt aber froh das es nur ein Fake ist...


Syrian Revolution Caricature كاريكاتير الثورة السورية


Im Bürgerkriegsland Syrien tritt Machthaber Baschar al-Assad bei der Präsidentschaftswahl im Juni für eine Wiederwahl an. Damit gibt es bisher insgesamt sieben Kandidaten, auch wenn allgemein davon ausgegangen wird, dass die anderen Bewerber gegen Assad keine Chance haben werden.“ So läuft es über die Ticker – alles neutral berichtet, oder? Falsch.

Dass der Sieger schon feststeht, ist zwar richtig, wird aber indirekt mit den Gegenkandidaten begründet. Doch Assad wird die Wahlen gewinnen, weil es keine Wahlen sind – und die Gegenkandidaten keine Gegner.

In einem laufenden Krieg finden keine Wahlen statt. Krieg und Wahlen, das ist ein unversöhnlicher Gegensatz: Warum übergehen die Agenturen diese Binsenweisheit?

Assad führt Krieg in Syrien, gegen Zivilisten genauso wie gegen bewaffnete Rebellen. Einen Krieg, den er trotz seiner militärischen Überlegenheit noch immer nicht gewonnen hat. Stattdessen ist es ihm mithilfe seiner Luftwaffe und den berüchtigten Fassbomben gelungen, 60 Prozent des Landes zu zerstören.
150.000 Menschen sind getötet worden, etwa 9 Millionen sind auf der Flucht. Sie alle werden am 3. Juni nicht wählen gehen. Und viele andere auch nicht: Assads Bomben fallen jeden Tag. Weil die Lage so gefährlich ist, gibt es längst keine internationalen Journalisten mehr im Land, auch keine Beobachter. Was also tun? Man wird das vom Propagandaministerium in Damaskus festgelegte „Ergebnis“ verkünden.




This is NOT a Movie Trailer - This is NOT Hollywood - This is SYRIA !!!



Durch das stöbern in meinen alten Beiträgen bin ich auf diesen "Film" gestoßen. 

Als es gedreht wurde, war die Revolution gerade mal ein Jahr alt. 
Es wurde schon getötet und gefoltert. Frauen, Kinder, Greise alles was sich bewegt. Ja selbst Esel und andere Tiere wurden von den Assad-Anhänger einfach so umgebracht. Frauen und Kinder wurden vor ihren Familien vergewaltigt. Überall fanden schreckliche Massaker statt und man konnte sich kaum vorstellen, dass es noch schlimmer wird. Leider wurden wir eines besseren belehrt. (Chemie-Waffen, TNT Fässer über Wohngebiete, ganze Viertel und Städte werden systematisch ausgehungert) 

Inzwischen schaut die Welt über drei Jahre zu. DREI Jahre in den inzwischen mehr als 200.000 Menschen ( wenn nicht sogar mehr) gestorben sind . Frauen, Kinder, ganze Familien, die es der UNO noch nicht einmal Wert sind gezählt zu werden. 

Das Schweigen der sogenannten Weltgemeinschaft macht mich einfach nur traurig,wütend, ohnmächtig, fassungslos. Gibt es dafür überhaupt die passenden Worte? Wie viele Hunderttausende hätten gerettet werden können, hätte man am Anfang schon eingeschritten?
:(


Immer wieder tauchen Berichte über rechtsextreme Gruppierungen aus Europa auf, die in Syrien aufseiten des Assad-Regimes kämpfen. Eine offizielle Stellungnahme hiesiger Sicherheitsbehörden gibt es bislang nicht. (Foto: http://yallasouriya.wordpress.com)

Europäische Sicherheitsbehörden warnen seit langem davor, dass sich Hunderte jüngerer Männer aus Europa nach Syrien aufgemacht und oft extremistischen Gruppen angeschlossen haben. Berichte über die Gefahr zurückkehrender „Djihadisten“ sind weit verbreitet. Seit einigen Monaten mehren sich jedoch auch Berichte über rechtsextreme Gruppierungen, die zum Kampf nach Syrien reisen – für Assad.
Dass einige Parteien und Gruppierungen in Europa das Assad-Regime offen unterstützen, ist weder ein Geheimnis noch ein Verbrechen. Überraschenderweise sind es – neben ultrasäkularistischen Linken wie Dogu Perinçeks „Arbeiterpartei“ - aber vor allem nationalistische und rechte Parteien, die in Europa zu Assad halten. Da die meisten europäischen Regierungen gegenüber Assad eine äußerst kritische Haltung eingenommen haben, ist ein Besuch eines Mitglieds des Europäischen Parlaments in Damaskus derzeit durchaus ungewöhnlich.
Im Juni 2013 reiste der Vorsitzende der rechtsextremen British National Party (BNP), Nick Griffin, der Zeitung „The Guardian“ zufolge nach Damaskus, um die Rebellen-freundliche Haltung der britischen Regierung zu kritisieren und auf die Tatsache hinzuweisen, dass viele britische Staatsbürger aufseiten der Rebellen kämpfen würden. Mit ihm reisten dem Bericht zufolge auch belgische, polnische und russische Abgeordnete verschiedener nationalistischer Parteien.

Mavros Krinos: Rechtsextremer Beistand für Assad
Doch glaubt man den Berichten einiger Beobachter und Nahost-Denkfabriken, so ist die politische Unterstützung rechtsextremer Parteien für das syrische Regime nur die Spitze des Eisbergs.
Der einflussreichen amerikanischen Denkfabrik „Washington Institute for Near East Policy“ zufolge kämpfen auf Seiten des Assad-Regimes neben der libanesischen Hisbollah auch zehntausende schiitischer Milizionäre aus dem Irak, Angehörige der schiitischen Minderheit aus dem Jemen, türkische Aleviten, russische Söldner (siehe Foto), Afghanen, Pakistaner und sogar Nordkoreaner. Besonders besorgniserregend ist, dass sich auch rechtsextreme Gruppierungen aus Europa in Kampfeinheiten für Syrien organisiert haben sollen.

Die Gegner von Syriens Machthaber Assad verstehen die Welt nicht mehr: Ein einziges Mohammed-Schmähvideo bringt die Araber zur Raserei, während sie das tägliche Morden in Syrien kalt lässt. In diesem Propagandakrieg bleibt den Aktivisten nur eine Waffe - ihr schwarzer Humor.
 
Jamen sucht seine Rettung in diesen Tagen im Zynismus. Für den 28-jährigen Muslim aus Damaskus steht fest, wer der wahre Profiteur des 15-minütigen Schmähvideos über den Propheten Mohammed ist, das in den vergangenen Tagen Gewalt und Krawalle vor mehreren US-Botschaften in der arabischen Welt ausgelöst hat: "Baschar al-Assad schreibt sicher gerade einen Dankesbrief an den Regisseur", sagt der Gegner des syrischen Machthabers SPIEGEL ONLINE.

"Die Araber sind sehr emotional"
Dumari, eine beliebte syrische Satire-Facebook-Seite, hat die Krawalle folgendermaßen kommentiert: "Die Araber sind sehr emotional. Filme bringen sie zum Lachen, zum Weinen, zum Toben, zum Ausflippen und zum Töten. Aber wenn sie sehen, wie in Syrien Moscheen und Kirchen bombardiert, Korane verbrannt und Frauen beleidigt werden, kümmert es sie nicht. Weil es kein Film ist, sondern Realität. Wir wünschten, was gerade in Syrien passiert, wäre ein Film. Wenigstens dann würden die Araber etwas für uns tun."

Nicht immer sind Krawalle gegen Einrichtungen des Westens nach Islambeleidigungen so spontane Volksäußerungen, wie sie scheinen. Immer wieder werden sie gezielt zu politischen Zwecken angezettelt. In Syrien demonstrierten 2006 Dutzende gegen dänische Karikaturen, die den muslimischen Propheten Mohammed beleidigten. Die Proteste eskalierten. Der Mob stürmte die dänische und norwegische Botschaft in Damaskus und setzte sie in Brand.



Abdelbasset Sarout ist Profifußballer und umgerechnet 50.000 Euro wert. So hoch ist das Kopfgeld, das auf den Torwart der syrischen Olympiamannschaft ausgesetzt wurde, glaubt man Gerüchten, die im bürgerkriegsgeplagten Land kursieren. Derzeit ist Sarout vor allem Aktivist der Opposition in der Stadt Homs. Und er personifiziert die Politik des Fußballs wie kaum ein anderer im Land.
Dass der 20-jährige Sarout derzeit nicht Fußball spielt, liegt also nicht daran, dass Syrien die Qualifikation für das olympische Turnier in London verpasst hat. Nicht mal beim für den syrischen Fußball sensationellen 2:1-Sieg über Japan im Februar war Sarout beteiligt.

Als das Spiel wegen des Bürgerkriegs im Nachbarland Jordanien ausgetragen wurde, waren zwei syrische Fangruppen da: Anhänger des Diktators Assad auf der einen Seite – und auf der anderen Seite Anhänger der Opposition, die demonstrativ Japan unterstützten, damit Assad sich nicht mit einer Olympiateilnahme der Fußballer schmücken kann.
Auch Sarout will nicht, dass syrische Athleten nach London fahren. „Ich weiß, dass die Mehrheit der Sportler nicht teilnehmen will.“ Im November 2011 sagte das Regime die Teilnahme an den Panarabischen Spielen in Qatar ab – aus Angst vor Protesten der eigenen Sportler.

Geplantes Gesetz

In Deutschland herrscht der Hang zum Großreinemachen. Er führt dazu, dass Amtsrichter das Grundgesetz missachten und die Beschneidung verbieten. Sie maßen sich an, das Judentum an sich zu bewerten.

Es gibt eine Bibel, die sollte jeder kennen. Klar und deutlich nennt sie die Gebote und Verbote. Auf diese Weise sichert sie das Zusammenleben.

Sie schafft den Rahmen unserer Gesellschaft und bietet uns ein Maß an Freiheit, das wir nie zuvor gekannt haben, sieht man von der Weimarer Verfassung ab, die aus anderen Gründen nicht von Dauer war. Gleichzeitig schützt uns unsere Bibel - das Grundgesetz - vor uns selbst, unseren Torheiten und leichtfertigen Meinungsschwankungen.
"Verfassungen sind Ketten, mit denen sich die Menschen in ihren lichten Augenblicken binden, um in der Raserei nicht selbstmörderisch handeln zu können", hat der amerikanische Senator John Potter Stockton im 19. Jahrhundert mit Blick auf die amerikanische Verfassung geschrieben. Das gilt auch für das Grundgesetz.

Berlin - Aus Protest gegen das Massaker in der syrischen Ortschaft Al-Hula mit mehr als 100 Toten weist Deutschland den syrischen Botschafter aus.

Botschafter Radwan Lutfi wurde am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ins Auswärtige Amt einbestellt. Dort soll der 52-Jährige darüber informiert werden, dass er die Bundesrepublik innerhalb von 72 Stunden verlassen muss.
Die Ausweisung eines Botschafters gehört im diplomatischen Umgang zu den härtesten Strafmaßnahmen.



Nach einem erneuten Massaker an Zivilisten in der Protesthochburg Homs rückt Russland von dem syrischen Regime ab. Der US-Generalstabschef erwägt erstmals ein militärisches Vorgehen gegen Syrien

Das bislang verheerendste Massaker an Zivilisten in Syrien hat weltweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. Die internationale Gemeinschaft kritisierte das Blutbad scharf. Dabei sollen am Freitag in Al-Hula in der Provinz Homs mehr als 110 Menschen - etwa ein Drittel davon Kinder - ums Leben gekommen sein. Die Rufe nach einem Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad wurden lauter. Der Uno-Sicherheitsrat in New York verurteilte das Massaker nach einer Sondersitzung am Sonntag "mit den stärksten möglichen Worten". Das Regime in Damaskus wies jede Schuld von sich und schrieb die Tat "terroristischen Banden" zu.

Das Massaker von Al-Hula gilt als schlimmste Gräueltat an einem Ort seit dem Ausbruch der Proteste gegen das Assad-Regime vor fast 15 Monaten. Syrische Aktivisten berichteten am Montag von neuen Bluttaten. Bei einem Angriff auf Wohnviertel in der Stadt Hama mit leichten und schweren Waffen seien 34 Menschen umgekommen, unter ihnen sieben Kinder und Jugendliche. Landesweit seien von Samstag bis Montagfrüh 108 Menschen getötet worden, meldeten Aktivisten.

Der Uno-Sondervermittler für Syrien, Kofi Annan, traf am Montag in der Hauptstadt Damaskus ein. Er bezeichnete das Massaker als "schockierendes Ereignis mit schweren Folgen". Annan will am Dienstag Assad treffen und auch mit Oppositionellen sprechen. Diplomaten in der Region nannten die Visite Annans "entscheidend" für seinen Friedensplan. Die syrische Opposition und viele Experten sehen den Plan, der eine Waffenruhe beinhaltet, schon jetzt als gescheitert an.
Uno-Beobachter hatten am Samstag zunächst bestätigt, dass bei Kampfhandlungen im Ortsteil Taldo in Al-Hula mehr als 90 Menschen getötet wurden, ein Drittel von ihnen Kinder. Die Zahl wurde nach oben korrigiert, nachdem weitere Leichen entdeckt worden waren.
Augenzeugen berichteten, syrische Artillerie habe mit Raketen und Granaten auf Wohnhäuser geschossen. Anschließend seien Angehörige der gefürchteten regimetreuen Schabiha-Miliz von Haus zu Haus gegangen, um die Bewohner mit Pistolen und Messern zu ermorden.
Westliche Politiker zögerten nicht, mit dem Finger auf die Führung in Damaskus zu zeigen. US-Außenministerin Hillary Clinton forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Assad und "seine Spießgesellen" zu erhöhen. "Deren Herrschaft durch Mord und Angst muss ein Ende haben", forderte Clinton.
"Es ist schockierend und empörend, dass das syrische Regime seine brutale Gewalt gegen das eigene Volk nicht einstellt", hieß es in einer Stellungnahme von Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Auch die Außenminister Großbritanniens, William Hague, und Frankreichs, Laurent Fabius, und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton schlossen sich den Verurteilungen an.

Ab dem 1. April können Bürger ihre im Ausland erworbene Ausbildung auf Gleichwertigkeit mit deutschen Abschlüssen prüfen lassen. Ziel des „Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ ist es, Fachkräfte mit Auslandsqualifikationen besser einzubinden und die Integration von im Land lebenden Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt zu fördern.

Für das Gesundheitswesen bedeutet dies, dass die Erteilung einer Approbation nicht mehr an die Staatsangehörigkeit des Arztes gebunden ist.




Die Gräueltaten in Syrien werden nach einem Bericht der Vereinten Nationen auf Anordnung der politischen und militärischen Führung verübt. Demnach sollen syrischen Streitkräfte auf Befehl Kinder und unbewaffnete Demonstranten erschießen, verwundete Gefangene in Krankenhäusern foltern und Soldaten töten.
Die Gräueltaten in Syrien werden nach einem Bericht der Vereinten Nationen auf Anordnung der politischen und militärischen Führung verübt. Unabhängige Ermittler der UN fordern in ihrem Bericht an den Menschenrechtsrat, dass Anklage gegen die Verantwortlichen wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit erhoben werden solle. Die Ermittler legten dazu eine vertrauliche Liste mit den Namen von entsprechenden syrischen Politikern und Armee-Angehörigen vor. Die Kommission befand zwar, dass auch die Aufständischen Verbrechen begangen haben. Diese seien "allerdings vom Umfang nicht vergleichbar".

In dem Bericht wird beschrieben, wie die syrischen Streitkräfte auf Befehl Kinder und unbewaffnete Demonstranten erschießen, verwundete Gefangene in Krankenhäusern foltern, Soldaten töten, die entsprechende Befehle verweigern, grundlos Menschen festnehmen und wahllos Wohngebiete mit Panzern und Maschinengewehren angreifen.

"Entsetzliche" Explosionen in Homs

Derweil wurde die syrische Protesthochburg Homs nach Angaben von Aktivisten weiter von schweren Explosionen erschüttert. Insbesondere das Viertel Baba Amr und Teile von Inschaat würden heftig bombardiert, sagte der Chef der Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Der Stadtteil Chaldije liege zudem unter Mörserbeschuss. Über Homs seien Aufklärungsflugzeuge am Himmel zu sehen, sagte Abdel Rahman.

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Ein Beobachter der Arabischen Liga hat Syrien verlassen, um auf die Zustände im Land des aufmerksam zu machen. Der Algerier spricht von "Horrorszenen" und macht sich selbst große Vorwürfe. Unterdessen wurde auch ein französischer Journalist getötet.

Ein Mitglied des Beobachterteams der Arabischen Liga in Syrien hat aus Protest gegen die dort herrschende Gewalt das Land verlassen. Er sei Zeuge fürchterlicher Szenen geworden und habe diese nicht verhindern können, sagte der aus Algerien stammende Anwar Malek im Fernsehsender Al-Dschasira. Durch seine Tätigkeit habe er es dem Regime von Präsident Baschar al-Assad erleichtert, mit dem Töten weiterzumachen. "Ich war mehr als 15 Tage im Homs ... ich habe Horrorszenen gesehen, verbrannte Körper ... ich kann mein Mitgefühl in dieser Lage nicht zurückstellen", sagte Malek.

 

Unesco-Hauptquartier in Paris: Die UN-Organisation hat Palästina als Vollmitglied aufgenommen. Foto: Balasz Mohai

Paris (dpa) - Internationaler Erfolg der Palästinenser mit finanziellen Folgen: Die Unesco hat am Montag in Paris als erste Organisation der Vereinten Nationen Palästina als eigenständigen Staat und Vollmitglied aufgenommen - trotz aller Warnungen der größten Geldgeber.

Die USA, die 22 Prozent des Haushalts der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bestreiten, stoppten wie angekündigt ihre Beitragszahlung für November. Allerdings schloss die US-Regierung nicht aus, ihren Beitrag später wieder zu bezahlen. Während auch Israel mit Konsequenzen drohte, reagierten die Palästinenser begeistert.

In der Generalkonferenz der Unesco stimmten 107 Mitgliedstaaten für den umstrittenen Aufnahmeantrag. Von den drei größten Geldgebern votierten die USA und Deutschland dagegen. Japan enthielt sich der Stimme.

Die Entscheidung für die Aufnahme Palästinas kam nach Informationen aus der Unesco nicht überraschend. Es gebe schon lange eine große Mehrheit von Ländern, die die Sache der Palästinenser unterstützten, hieß es.