„Die Schiris wollten Samah nicht mit Hidschab spielen lassen. Also haben wir für das Spiel heute alle einen angezogen“

Twitterte Divine Davis und setzte sich damit für ihre Mannschaftskameradin Samah ein.


Gruppenfoto der Mädchenfußballmannschaft einer High School in Denver im US-Bundesstaat Colorado
Über soziale Netzwerke verbreitete es sich in der ganzen Welt.

Das ist Teamgeist!

Ich hatte gerade ein interessantes Telefongespräch, das ich euch nicht vorenthalten will ^_^  



Ich: Ja guten Tag und zwar rufe ich wegen der 4 Zimmer Wohnung in XX an. Ist sie denn noch zu haben.

Maklerin: Ja die wäre noch zu vergeben.

Ich: Ja schön. Können wir einen Besichtigungstermin vereinbaren.

Maklerin: Wir? Wie viele Personen?

Ich: Mein Mann, Ich und unser drei jähriger Sohn.

Maklerin: Schön für die kleine Familie und was machen Sie beruflich?

Ich: Mein Mann ist Zahnarzt und ich angehende Übersetzerin.

Maklerin: Sehr schön! Hört sich ja alles sehr gut an. Aber eine Frage noch. Haben Sie Haustiere?

Ich: Nein.

Maklerin: Perfekt! Ich schlage Ihnen morgen um 13 Uhr vor.

Termin vereinbart und Adresse wurde übergeben.

Maklerin: Ich müsste noch ihre Telefonnummer notieren falls etwas dazwischen kommen sollte.

Ich: Ja sicher 01xxx und der Name Al-Jundi

Maklerin: WIE BITTE?

Ich: Ja Entschuldigung A wie Anton L wie Ludwig ich werde unterbrochen.

Maklerin: und was ist das für ein Name?

Ich: Ein syrischer.

Maklerin: Sie sind also woher ? (^_^) LOL

Ich: Ich bin deutsche Staatsbürgerin und meine Eltern stammen aus Syrien.

Maklerin: Ja eeehm also ehhm der Vermieter ist ja keinesfalls Ausländerfeindlich, nicht dass Sie mich falsch verstehen ehm aber er ist ein bisschen allergisch auf Kopftuch ... nur im Falle das Sie eins tragen.

Ich: Allergisch? Na dann sollt er sich mal in Untersuchung begeben.. und bei Rassisten wollen wir nicht wohnen ...

Tut tut tut tut

Eigentlich dachte ich immer, dass sich die Sprüche/Fragen bzgl. meines Kopftuch nicht mehr toppen lassen, doch heute wurde ich eines besseren belehrt. Dies erinnerte mich auch an einen Vorfall damals in der 10. Klasse:

"Was passiert eigentlich wenn ich deine Haare sehe?", fragte mich mal ein Klassenkamerad nach dem mein Kopftuch versehentlich von hinten etwas verrutscht war. "Nun ja, dann musst du mich wohl oder übel heiraten  ^_^  ." Ziemlich verstört senkte er seinen Blick und machte mich darauf aufmerksam, dass ich doch bitte mein Kopftuch besser binden soll!! Natürlich versicherte er mir das er nichts gesehen hat. ^_^



Es folgen meine Top 10

1. Haben Muslimminen beim GV auch ein Kopftuch an?

2. Trägst du dein Kopftuch auch beim Duschen?

3. Ach hast du jetzt einen türkischen Freund, oder warum trägst Kopftuch?

4. Ich wusste garnicht dass du Türkin bist!!!

5. Schläfst du mit deinem Kopftuch?

6. Hast du eine Glatze?

7. Bist du jetzt verheiratet?! (Damals in der 10. Klasse)

8. Bist du jetzt schwanger?! (Damals in der 10. Klasse)

9. Hattest du einen misslingten Frisörbesuch oder warum trägst du jetzt Kopftuch?!

10. Tut das denn nicht weh, wenn du mit der Stecknadel das Kopftuch am Hals befestigst?



Ein Kurzer Einblick in den Schutzbereich der Religionsfreiheit nach Art. 4 GG:

Zum Einen die Freiheit, einen Glauben oder eine Weltanschauung zu bilden, zu haben, diese zu äußern, und danach zu handeln, sprich zu PRAKTIZIEREN!

Zum Anderen die Freiheit, nicht zu glauben, einen Glauben nicht zu bekennen und nicht zwangsweise missioniert zu werden. Komischerweise versucht die Gesellschaft aber vehement vermeintlich "zu befreien" und ignoriert dabei die eigentliche Freiheit des Individuums, die seine Religion leben will.


In Medien und Öffentlichkeit wird das Kopftuch als Symbol für die Unterdrückung der muslimischen Frau durch den Islam wahrgenommen. Dabei hängt diese Darstellung oft mit stereotypen, vorgefertigten Sichtweisen und medialen Symbolüberfrachtungen des Kopftuchs zusammen. Von Sabine Schiffer


(Ein zwar etwas älterer Artikel, jedoch leider immer noch Top Aktuell)

Es ist schon paradox: Da wollen wir die Musliminnen befreien und die wollen gar nicht. Da geht doch eine hin und klagt darauf, ihr Kopftuch tragen zu dürfen. Ist es nicht das Symbol weiblicher Unterdrückung schlechthin? Inzwischen ist die Bedeutung dieses Stückchens Stoff dermaßen überfrachtet, dass auch richterliche Entscheidungen ihm kaum neutral gegenüberstehen können.

Das Tuch hat mittlerweile so viele Bedeutungen angenommen, dass die Karlsruher Richter vor einem klärenden Grundsatzurteil anlässlich der Klage Fereshta Ludins zurückgeschreckt sind, obwohl sie es irgendwann werden fällen müssen. Es ist aber auch nicht leicht, sich an seinen eigenen Maßstäben messen zu lassen.

Viel leichter ist es da, in die EU-anwartende Türkei zu blicken, die ein solches Kopftuch in keinem öffentlichen Amt oder gar Gebäude dulden würde. Dabei übersieht man leicht, dass es sich hierbei um einen laizistischen Staat handelt, was die Bundesrepublik nicht ist. Somit hinkt der Vergleich und sagt lediglich aus, dass man religiöse Symbole – wozu das Kopftuch degradiert wurde – aus staatlichen Institutionen heraushalten kann.

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