تكاد لاتوجد كلمة في أيامنا هذه, يتم استغلالها أكثر من كلمة حُر لم أعد أثق بهذه الكلمة فلا أحد يريد الحرية للجميع
بل كلٌ يريدها لنفسه
Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Missbrauch getrieben wird als mit dem Worte "frei". Ich traue dem Worte nicht, weil keiner die Freiheit für alle will; jeder will sie für sich...
"Hier sind meine Wurzeln ... hier ist mein Herz ... hier ist meine Sprache ..
Wie soll ich da erklären? Gibt es in der Liebe eine Erklärung?"
Habe hier einen kleinen Vers, aus "Hathi Dimashqi" von Nizar Qabbani, (einer der bedeutendsten arabisch/syrischen Dichter der Neuzeit) übersetzt und bin gerade am überlegen, ob ich mich an den Rest ran wagen soll. ^_^
"Was sind unsere Staaten und ihre Macht und Ehre vor Gott anders als Ameisenhaufen und Bienenstöcke, die der Huf eines Ochsen zertritt, oder das Geschick in Gestalt eines Honigbauern ereilt."
(Otto von Bismarck, zitiert aus: Sebastian Haffner, Anmerkungen zu Hitler, 13. Auflage 1978, S. 95)
Huda Kweider, eine junge Deutsch-Syrerin, hat das Gedicht ursprünglich für Palästina geschrieben. Auf traurige Weise trifft es nun leider auch auf Syrien zu.
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Das Nichtleidgedicht
Dieses Gedicht ist kein Gedicht der Tränen, dieses Gedicht will kein Leid erwähnen, es spricht nicht von Angst, die die Menschen bedroht, von dem Schmerz, der Hilflosigkeit und der allgemeinen Not Es handelt nicht von Kindern in Beton begraben, auch nicht von Jenen, die nach dem 'warum?' fragen.
Dieses Gedicht ist kein Gedicht über Schmerzen, kein Gedicht über Schicksale zerbroch'ner Herzen, es spricht nicht von aufschreienden Müttern, den Bildern ihrer Säuglinge, die die Welt erschüttern. Es handelt nicht von den letzten Stunden, von unzähligen inneren, wie äußeren Wunden.
Diese Gedicht ist kein Gedicht über verlorene Zukunft, kein Gedicht über Menschen ohne Vernunft, Es spricht nicht von auf Kindern zielenden Gewehren, und Eltern, die ihre Kinder des Hasses belehren. Es handelt nicht von einem nicht endenden Krieg, bei dem Alle verlieren und Niemand siegt.
Dieses Gedicht handelt von dir und mir, von einer Gesellschaft die all dies ignoriert, es spricht von Menschen, die die Blicke abwenden, die ihre Augen verdecken mit ihren Händen. Es handelt von Menschen die Gerechtigkeit postulieren, und dennoch einen solchen Massenmord tolerieren.
Dieses Gedicht handelt von dir und mir, einer Gesellschaft, die zu spät realisiert.